Garret Lowe schreibt NASCAR-Geschichte – Bremotion mit vier Fahrern in den Top 10 der Meisterschaften
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Bremotion hat beim dritten Saisonwochenende der NASCAR Euro Series auf dem legendären Indy Circuit im britischen Brands Hatch einen wichtigen Meilenstein erreicht: Garret Lowe sicherte sich als erster US-Amerikaner überhaupt eine Pole-Position in der europäischen NASCAR-Serie und schrieb damit Geschichte. Julien Rehberg, Beitske Visser und Dominique Schaak rundeten ein insgesamt starkes Wochenende für das Motorsportteam und Tuningunternehmen aus Frankfurt am Main ab. Zur Saisonhalbzeit liegt Lowe auf dem dritten Rang der V8GP-Gesamtwertung, während alle weiteren Bremotion-Piloten in ihren jeweiligen Meisterschaften ebenfalls in den Top 10 vertreten sind.
Die Bedingungen beim dritten Saisonlauf der NASCAR Euro Series waren typisch britisch: Kühle Temperaturen und teilweise heftiger Regen machten insbesondere das Qualifying am Samstagmorgen zu einer echten Herausforderung. Garret Lowe behielt im #99 Chevrolet Camaro jedoch die Nerven und überzeugte mit einer fehlerfreien Leistung. Der Bremotion-Pilot sicherte sich seine erste Pole-Position in der V8GP-Meisterschaft – und das als erster US-Amerikaner überhaupt. Für Bremotion war es zugleich die erste Pole seit knapp drei Jahren, als Tobias Dauenhauer beim Heimrennen in Oschersleben zuletzt den besten Startplatz erobert hatte.
Der Start zum ersten V8GP-Rennen am Samstag verlief für Lowe allerdings nicht nach Plan. Nach einer Berührung in der ersten Kurve geriet er leicht neben die Ideallinie und verlor mehrere Positionen. Dennoch hielt sich der Bremotion-Pilot in den Top 10 und kämpfte sich in einem turbulenten Regenrennen, das zwei Runden vor Schluss nach einem Unfall vorzeitig beendet wurde, wieder bis auf den sechsten Gesamtrang nach vorne. Gleichzeitig sicherte er sich den zweiten Platz in der Junior Trophy. Im zweiten Rennen am Sonntag war Lowe erneut auf Kurs zu einem Top-10-Ergebnis, ehe eine Kollision mit einem Konkurrenten das Rennen entscheidend beeinträchtigte. Nach einem Dreher und anschließendem Reifenwechsel fiel der US-Amerikaner zurück und musste sich letztlich mit Rang 16 begnügen. Trotz des unglücklichen Rennverlaufs behauptet Lowe Rang drei in der V8GP-Gesamtwertung und bleibt damit in Schlagdistanz zur Spitze.
Auch Teamkollege Julien Rehberg, der ebenfalls in der V8GP-Meisterschaft an den Start geht, trotzte den schwierigen Bedingungen am Samstag. Der 19-Jährige qualifizierte sich im #77 Chevrolet Camaro auf dem 15. Startplatz und verbesserte sich im ersten Rennen auf den 13. Rang. Am Sonntag zeigte Rehberg eine starke und fehlerfreie Vorstellung, die mit dem zehnten Gesamtrang belohnt wurde. Rehberg reist als Achter der V8GP-Gesamtwertung in die Sommerpause.
Ebenso solide präsentierten sich Beitske Visser und Dominique Schaak, die in der OPEN-Klasse starten. Die 31-jährige Niederländerin stellte ihren #77 Chevrolet Camaro im verregneten Qualifying auf Startplatz 16 und verbesserte sich in beiden Rennen jeweils auf den 14. Rang im Gesamtklassement. Zudem sicherte sie sich zweimal den zweiten Platz in der Ladies Trophy. Dominique Schaak überzeugte am Samstag ebenfalls mit einer soliden Leistung im Regen und qualifizierte sich auf der 15. Position. Im ersten Rennen verpasste der Magdeburger die Top 10 als Zwölfter nur knapp. Das zweite Rennen beendete Schaak auf dem 15. Gesamtrang. Damit befinden sich alle vier Bremotion-Piloten nach drei Rennwochenenden in den Top 10 ihrer jeweiligen Meisterschaften.
„Garrets Pole-Position ist ein ganz besonderer Erfolg für unser Team. Als erster US-Amerikaner überhaupt eine Pole-Position in der NASCAR Euro Series zu holen, ist eine starke Leistung und zeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Gerade unter den schwierigen Bedingungen im Qualifying hat er einen kühlen Kopf bewahrt und eine fehlerfreie Runde abgeliefert“, lobt Bremotion-Teamchef Patrick Brenndörfer. „Besonders freut mich, dass wir nicht nur mit Garrett erfolgreich sind. Alle unsere Fahrer liegen zur Saisonhalbzeit in den Top 10 ihrer Meisterschaften. Das zeigt die Qualität unseres gesamten Teams. Julien hat sich erneut gesteigert, Beitske hat wichtige Ergebnisse eingefahren und Dominique hat vor allem im Regen eine starke Leistung gezeigt. Insgesamt verlassen wir Brands Hatch mit viel Selbstvertrauen und freuen uns darauf, nach der Sommerpause in Most wieder anzugreifen.“
Für die NASCAR Euro Series steht nun die Sommerpause auf dem Programm. Das vierte Rennwochenende der Saison 2026 findet am 29. und 30. August im Autodrom Most in Tschechien statt. Alle Rennen der NASCAR Euro Series werden in diesem Jahr live auf Sportdigital1+ übertragen.
































