11. Oktober 2014

Spannendes Saisonfinale für Bremotion-Evonik

Mit zwei spektakulären Rennen auf dem Hockenheimring beendete Bremotion-Evonik vergangenen Samstag die erste Motorsportsaison. Fahrer und Bremotion-Inhaber Patrick Brenndörfer sicherte sich den 5. Platz in der Endwertung der DMV Touring Car Challenge 2014 in der „großen Klasse“ für Fahrzeuge über fünf Liter Hubraum.

„Ein schönes Gefühl, die erste Saison erfolgreich absolviert zu haben“, resümierte Brenndörfer nach dem Finalrennen. „Es ist gerade einmal vier Monate her, dass der  Roding R1 vom Straßen- zum Rennauto umgebaut und das Bremotion als neues Team gegründet wurde. Wir sind noch ganz am Anfang unserer Entwicklung und agieren dennoch schon heute auf einem hohen, professionellen Niveau. Dieser Erfolg ist nur dank meiner tollen Mannschaft und der großartigen Unterstützung seitens Evonik möglich gewesen“.

Nun stand es also an, das Finale der DMV Touring Car Challenge. 31 Fahrzeuge kamen ins badische Motodrom, um ein letztes Mal die zwei Rennen über eine Distanz von je 30 Minuten zu bestreiten. Für Bremotion-Evonik ging es einmal mehr darum, den Kohlefaser-Rennwagen unter Wettbewerbsbedingungen weiterzuentwickeln und dabei schneller zu machen. Dies gelang bereits in den Trainingssitzungen sehr gut, mit 1:53.696 Minuten fuhr Brenndörfer im Zeittraining seine bis dato beste Zeit, die auch deutlich stärkere Fahrzeuge vom Schlage Porsche 997 GT3 Cup oder Ferrari F430 Challenge distanzierte.

Beim Start zum ersten Rennen jedoch der erste Rückschlag. „Diva“, wie der Roding R1 liebevoll getauft wurde, verweigerte den Dienst und sprang nicht an. Die flinken Bremotion-Techniker brachten den Motor zwar schnell wieder zum Laufen, der Start zum Rennen war jedoch bereits erfolgt. Mit einigen Runden Rückstand jagte Brenndörfer das Feld anschließend vor sich her und kam schließlich abgeschlagen aber sicher ins Ziel. „Schade. Wir sind mit geschnittenen Slicks gefahren, was bei diesen Witterungsbedingungen die richtige Wahl war“, so ein enttäuschter Brenndörfer. „Das hätte durchaus zu einer Topplatzierung führen können“.

Das zweite Tagesrennen fand unter trockenen Bedingungen statt. Brenndörfer sortierte sich, dieses Mal ohne Probleme, im Feld ein und kämpfte die erste Rennhälfte mit dem Schweizer Ronny Jost um die Position. In Runde 8 setzte er sich in den Windschatten des Eidgenossen und platzierte am Ende des schnellsten Streckenabschnitts „Parabolika“ einen Angriff. Jost übersah den Roding R1 jedoch, lenkte in die Spitzkehre und traf dabei Brenndörfer. Daraufhin starb der Motor ab, was einige Umläufe später zum endgültigen Ausfall führte. 

„Die Freude über das gute Rennen ist größer als die Enttäuschung über den Ausfall. Bremotion-Evonik konnten in beiden Rennen das Potenzial des Roding R1 aufblitzen lassen und vor rund 200 Evonik-Gästen die Vorteile des Leichtbaukonzepts demonstrieren. Daher können wir das nächste Rennen kaum abwarten und freuen uns schon jetzt auf den Saisonauftakt im Frühjahr 2015“, abschließend Steffen Ulzheimer, Projektleiter des Motorsport-Engagements von Evonik.