27. September 2014

Doppelte Zielankunft auf dem Red Bull Ring

Das Debüt des Frankfurter Motorsportteam Bremotion-Evonik mit dem Roding R1 auf dem Red Bull Ring wurde am vergangenen Samstag mit einer doppelten Zielankunft gekrönt. Fahrer und Teamchef Patrick Brenndörfer pilotierte den Leichtbauboliden in beiden Rennen der DMV Touring Car Challenge souverän in die Punkteränge.

„Das war heute ein hartes Stück Arbeit“, resümierte Patrick Brenndörfer nach dem Wochenende. Ab dem ersten Training kämpfte das Team mit Problemen an den Radlagern und musste für schnelle Ersatz sorgen. Ein neues Lager wurde schnell organisiert und im Fahrerlager für den Roding umgebaut. Für das Umpressen der Lager wurde kurzerhand die Stempelanlage eines Wohnmobils zweckentfremdet. Dank dieser kreativen Lösung gelang es den Bremotion-Techniker, den Roding in der buchstäblich letzten Minute fertigzustellen - 47 Sekunden vor Ablauf des Zeittrainings…

„Das war eine Meisterleistung, an die kaum noch jemand geglaubt hat. Die Jungs von Bremotion haben das unmöglich möglich gemacht und den Wagen innerhalb kürzester Zeit repariert“, so ein begeisterter Steffen Ulzheimer, Projektleiter des Motorsport-Engagements von Evonik. Dennoch reichte eine Qualifikationsrunde nur für einen Startplatz im hinteren Feld.

Den fliegenden Start zum ersten Tagesrennen über eine Distanz von 25 Minuten konnte Brenndörfer gut für sich nutzen und Plätze gewinnen. Im Verlauf des weiteren Rennens verteidigte er seine Position und lies mit konstanten Rundenzeiten auf dem Niveau von GT4-Fahrzeugen aufhorchen. Doch ein plötzlicher ABS-Ausfall stoppte die Aufholjagd. Nach einem kurzen Abstecher ins Kiesbett folgten ein Boxenstopp zum Reifenwechsel und schließlich eine weitere, wichtige Zielankunft.

In der Pause zum zweiten Rennen wurde der Grund für den ABS-Ausfall schnell gefunden. Ein erneut defektes Radlager vorne links verursachte einen Sensor-Defekt und der wiederum führte zum ABS-Ausfall. „Das Radlager ist eine Schwachstelle, die wir bereits im Training analysiert haben und bis zum nächsten Rennen abstellen werden“, so Brenndörfer. „Auch wenn dies ärgerlich ist, sind das wichtige Erkenntnisse, die wir nur unter Extrembelastungen im Rennbetrieb sammeln können“.

Das zweite Rennen verlief ohne besondere Vorkommnisse. Brenndörfer konnte, dieses Mal ganz ohne ABS, erneut mit konstanten Rundenzeiten glänzen und wichtige Meisterschaftspunkte sichern. „Wir sind mit dem Wochenende auf dem Red Bull Ring durchaus zufrieden. Wir konnten das Potenzial des Roding R1 aufblitzen lassen, weitere Erfahrungswerte sammeln und den zahlreichen Evonik Gästen zwei tolle Rennen bieten“, so Brenndörfer. „Dies ist schließlich die erste Rennsaison von Bremotion-Evonik und mit dem Roding R1 als reines Entwicklungsjahr zu verstehen. Dafür waren die Rundenzeiten im Vergleich zu ähnlich schnellen Fahrzeugen aus der GT4-Kategorie sehr ermutigend“.