26. Juli 2014

Gute Performance von Bremotion-Evonik

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kehrt Bremotion-Evonik vom zweiten Rennwochenende der DMV-TCC auf dem Hockenheimring zurück. Einerseits waren in beiden Rennen Antriebswellenschäden zu beklagen, die zum Ausfall führten. Andererseits haben sich alle Weiterentwicklungen am Roding R1 extrem positiv bemerkbar gemacht und zeigen, dass Team und Fahrzeug auf dem richtigen Weg sind.

„Wir stehen noch ganz am Anfang des Entwicklungsprozess, daher dürfen wir sehr zufrieden sein“, erklärt Fahrer und Teamchef in Personalunion, Patrick Brenndörfer. „Wir sind voll im Zeitplan und konnten uns im Vergleich zu unserem Debütrennen Mitte Juni um vier Sekunden verbessern. Dieser Sprung nach vorne ist vor allem auf Modifikationen im Bereich Fahrwerk zurückzuführen. Mein Dank gilt Eibach Federn, die uns dabei tatkräftig unterstützt haben“.

Dabei waren die Voraussetzungen für den zweiten Renneinsatz des noch jungen Teams aus Frankfurt alles andere als optimal. Beim Warmlaufen des Motors für das erste freie Training versagt die Ölpumpe, welche eigens für diese Veranstaltung neu installiert wurde. Dank eines spontan eingesprungenen Kuriers durch einen Evonik-Mitarbeiter wurde binnen weniger Stunden eine neue Ölpumpe vom Lieferanten in der Eifel herbeigeschafft und in den Roding R1 eingebaut. Rechtzeitig zum zweiten Zeittraining konnten die Bremotion-Mechaniker den Roding R1 wieder fit machen und Brenndörfer die erforderliche Mindestanzahl an Qualifikationsrunden fahren.

„Das war natürlich kein optimales Qualifying, dennoch sind wir mit der deutlichen Zeitverbesserung sehr zufrieden“, so Brenndörfer. „Das es in diesem Feld voller GT3-Fahrzeuge nicht für einen Spitzenplatz reichen wird, ist im Augenblick ohnehin jedem bewusst“.

Denn die Konkurrenz des Roding R1 von Bremotion-Evonik liest sich wie das Who-is-Who der Traumwagen: Porsche 997 GT2, Chrysler Viper GTS-R, Corvette GT3, Pagani Zonda GR, Audi R8 LMS ultra, Mercedes SLS GT3, Ferrari 458 GT3 und vielen andere Sportwagen mit weit über 500 PS sind die Konkurrenten. Der Roding R1, angetrieben von einem 360 PS starken Turbomotor, kann vor allem durch sein geringeres Fahrzeuggewicht dank Carbonchassis und einem hervorragenden Handling punkten.

Und so trumpfe Brenndörfer auch gleich in der Anfangsphase des ersten Rennens über eine Distanz von 30 Minuten auf und ließ den ein oder anderen Kontrahenten hinter sich, bevor Schäden an den Antriebswellen in beiden Rennen eine Zielankunft verhinderte.

„Sowas kann bei einem neuen Auto passieren, dass gehört zum Entwicklungsprozess. Nun kennen wir die Schwachstelle, analysieren die Ursache und werden das Problem bis zum nächsten Rennen lösen“, abschließend Patrick Brenndörfer.