Die Zukunft des Motorsports.

Von Patrick Brenndörfer

Beinahe stündlich überschlagen sich in unserer Motorsportwelt die Ereignisse: Nach dem überraschenden DTM-Ausstieg von Mercedes-Benz gibt vermutlich Porsche den Rückzug aus der WEC und Le Mans bekannt. Ich rechne damit, dass wir in den folgenden Tagen weitere Meldungen dieser Art ertragen müssen. Aber jetzt mal Hand aufs Herz: ist das so überraschend?

NEIN! Für die Fans und vor allem für die Betroffenen ist das sicher ein herber Schlag und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass solche Entwicklungen die eigene Existenz über Nacht massiv gefährden.

Dennoch sollten wir nüchtern analysieren, um was es hier geht: nicht der Motorsport als solches wird in Frage gestellt. Vielmehr haben wir einige Produkte, sprich Rennserien am Markt, die schon lange schlecht performen. Das führt zwangsweise zu strategischen Neuausrichtungen.

Dass die DTM schön länger kränkelt, ist nichts Neues. Da kann auch ein Gerhard Berger nicht innerhalb von wenigen Monaten das Ruder umreißen. Dass Porsche aus dem Langstreckensport aussteigen könnte (um etwas anderes zu machen?), war ebenfalls ein offenes Geheimnis. Und irgendwie auch logisch. Warum sollte man weiterhin kolportierte 250.000.000 EUR p.a. (!) - also über EUR 1.000 pro verkauftem Straßenauto - in ein Projekt investieren, bei dem man schon alles gewonnen hat und nur noch verlieren kann? Alleine schon aus Vermarktungssicht macht das keinen Sinn. Aus der Perspektive eines Konzerns noch weniger, wenn Themen wie Dieselgate oder mutmaßliche Kartellabsprachen ganz oben auf der Agenda stehen.

Mercedes-Benz und Porsche gehen uns nicht verloren. Deren Neuausrichtungen des Spitzensports sind doch eher der Tatsache geschuldet, dass sich vieles über die Jahre verselbstständigt hat, zu teuer wurde und aus heutiger Sicht technisch und kommunikativ nicht mehr in die Zeit passt.

Welche Auswirkung diese Entwicklung auf den Amateur- und Semiprofibereich haben wird, kann heute niemand vorhersehen. Fakt ist, auch wenn einige Dauernörgler dies anders bewerten, dass sich die Branche einer regen Nachfrage erfreut. Bei der VLN Langstreckenmeisterschaft findet auf dem Nürburgring regelmäßig Motorsport auf tollem Niveau mit beachtlichen Teilnehmerzahlen statt. Ja, auch da haben sich Dinge nicht immer zum Positiven verändert und mitunter bin ich selbst direkt davon betroffen.

Dennoch: die Qualität der Teilnehmer und Fahrzeuge steigt, neue Geschäftsfelder wurden durch Kundensport und Eventangebote erschlossen. Auch andere Serien, exemplarisch seien hier die Formel 4, TCR Germany oder der Porsche Carrera Cup genannt, überzeugen mit um die 30 Teilnehmern und entwickeln sich gut. Eine GT4 könnte nun folgen. Hinzu kommen unzählige Rennstrecken-Events und Trackdays, die zum Teil aus allen Nähten platzen. An Bedarf mangelt es also nicht.

Das Problem sind doch eher zu viele Rennserien und speziell für den Laien ein unübersichtliches Geflecht, in dem jeder sein eigenes Süppchen kocht. Ihr kennt es doch selbst aus Gesprächen mit Sponsoren oder Medienvertreten: Wir müssen zu viel erklären, bis deutlich wird, was der potenzielle Partner für sein Geld bekommt.

Wir brauchen eine klare Matrix, die für jeden verständlich ist. Formel 1-4, LMP 1-3, GT 1-4, TC 1-R. Darauf sollte der gesamte Motorsport in den Bereichen Formel, Prototypen, GT und Tourenwagen fußen. Dazu einfache Reglements und Zugang für Privatteams und Fahrer in allen Segmenten und für alle Budgets.

Tourenwagen und GT-Fahrzeuge sollten konzeptionell stets an die Serienfahrzeuge angelehnt werden. Die meisten Straßenautos basieren noch immer auf herkömmlichen Blechkarosserien, allenfalls auf leichteren Hybridbauweisen, aber sicher nicht auf Vollkarbon- oder Monocoque-Chassis. TCR und GT4 sind - zumindest momentan - positive Beispiele für diesen Ansatz.

Am Thema Elektrifizierung wird der Motorsport mittelfristig nicht vorbeikommen, auch wenn sich der ein oder andere Traditionalist damit schwer tut. Der Weg ist eineindeutig vorgegeben: sobald unsere Straßenfahrzeug zunehmend elektrifiziert werden, sollten das unsere Rennautos auch sein. Somit ist der mutige Vorstoß der Formula E zeitgemäß und intelligent. Glücklicherweise ist die Umsetzung durch Alejandro Agag & Co derart konsequent und erfolgreich, dass ich behaupten möchte: spätestens jetzt ist auch der letzte Petrolhead wach!

Damit wir uns verstehen: auch ich liebe den Sound von großvolumige Achtendern und kreischenden Boxermotoren. Dennoch dürfen wir uns dem Fortschritt nicht verwehren. Lasst uns das als Chance begreifen und neu formieren. Ich sehe bei all den Themen große Entwicklungspotenziale für Hersteller, Zulieferern und für innovative Fahrer und Teams. Wir leben in einer dynamischen Zeit und müssen unseren geliebten Motorsport für die Zukunft neu aufstellen.

Damit muss jetzt begonnen werden. Die Automobilindustrie tut es bereits.

Let´s go!

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Mehr PS für Ihr Auto

Von Patrick Brenndörfer

Wer wünscht sich nicht ab und zu ein paar mehr Pferdestärken unter der Haube? Vor allem dann, wenn man sich für die vermeintlich ausreichend stark motorisierte Basisversion eines Autos entschieden hat? Oder irgendwann doch seinem treuen Wegbegleiter etwas mehr Temperament einflössen möchte? Eine naheliegende Lösung ist dann eine Leistungssteigerung, besser bekannt als Chiptuning oder Kennfeldoptimierung. Da dieser tiefe Eingriff in die Motorsteuerung ein sehr sensibles Thema ist, möchten wir es heute in unserem Blog etwas genauer beleuchten.

Brabus Motortuning

Alle Wege führen nach Rom
Klar, alle Wege führen nach Rom und natürlich auch viele zu mehr PS und Drehmoment. Doch in punkto Haltbarkeit sind nicht alle Maßnahmen zu empfehlen. Können Leistungssteigerungen für teilweise unter 100 Euro wirklich seriös sein? Und mal ehrlich: möchten Sie einen Schaden riskieren, der unter Umständen im fünfstelligen Bereich liegt? Hier gilt ein ganz klares NEIN! Das ist Sparen am falschen Ende. Investieren Sie lieber ein paar Euros mehr und gehen Sie kein unkalkulierbares Risiko ein.

Um Ihre Entscheidung zu vereinfachen, haben wir diese Checkliste für den Kauf von Chiptuning zusammengestellt. Die Liste enthält alle relevanten Fakten, welche Sie beachten sollten.

Grundsätzlich gilt: Vertrauen Sie nur Tuningspezialisten, welche seit vielen Jahren auf dem Markt sind. Wie zum Beispiel der Firma BRABUS - Mercedes-Veredler seit 1977 - oder dem Chiptuner DigiTec intecno, der sich seit Jahrzehnten ausschließlich mit elektronischen Leistungssteigerungen beschäftigt. Nur diese Unternehmen haben das Know-how, einen homogenen Leistungs- und Drehmomentverlauf zu entwickeln und den steigenden Anforderungen hinsichtlich Abgasemissionen, Abgasreinigung, geringeren Kraftstoffverbrauch u.v.m. gerecht zu werden.

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Zusatzsteuergerät oder Flashen?
Ob die Mehrleistung dabei über ein Zusatzsteuergerät oder über „Flashen“ - dem Umprogrammieren des originalen Motorsteuergerätes - erfolgt, ist eine Frage der Philosophie. Wichtiger ist vielmehr die neue Software, welche zum Einsatz kommt. Das Flashen kann nur am Fahrzeug direkt vorgenommen werden und ist daher eine lokale Lösung. Anbieter wie DigiTec intecno bauen sich daher ein Stützpunkthändlernetz auf und beauftragen Unternehmen wie z.B. Bremotion in Frankfurt, den lokalen Markt zu bedienen. BRABUS, als global operierendes Unternehmen, favorisiert aus naheliegenden Gründen eine Lösung, welche eine schnelle und einfache Montage zulässt und bis nach Übersee versendet werden kann. Hier kommen folgerichtig prozessorgesteuerte Zusatzsteuergerät für die Motorelektronik inkl. Plug & Play Kabelbaum zum Einsatz, die der autorisierte Partner ohne eigene Programmierarbeit im Fahrzeug montiert.

Hier wie da ist es elementar wichtig, dass die modifizierte Software umfangreiche Sicherheitsfunktionen zum Schutz des Motors und des Antriebsstrangs berücksichtigt. Ein vorgeschalteter Widerstand, welcher der Motorelektronik falsche Eingangswerte vorgaukelt, kann das sicher nicht. Von diesen einfachen Zusatzboxen ist dringend abzuraten. Wenn wie bei BRABUS ein Zusatzsteuergerät zum Einsatz kommt, ist immer ein kompletter Kabelsatz inkludiert, welcher alle wichtigen Parameter berücksichtigt und gezielt verändert.

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Tuning und Garantie
Beim Thema Garantie gibt es sehr viel Verunsicherung, dabei ist die Sachlage klar geregelt. Der Verband der Automobil Tuner (VDAT e.V.) stellt in einer Presseinformation (März 2016) fest: „Eine Garantiezusage entfällt nicht pauschal dadurch, dass jemand ein Zubehörteil eines Drittanbieters montiert“, so VDAT-Geschäftsführer Harald Schmidtke. „Vergleichbar mit den geltenden Regeln bei der gesetzlichen Gewährleistung kommt es auch bei der Garantie auf den sogenannten kausalen Zusammenhang an“. Vereinfacht heißt das, Schäden müssen in Verbindung mit dem Tuningteil stehen. Ein pauschaler Garantieverlust für das Fahrzeug ist daher unzulässig!

Selbstverständlich wird kein Automobilhersteller der Welt sein Garantieversprechen auf Zubehörteile von Drittanbietern geben. Somit ist es nachvollziehbar, dass die Garantiezusage auf betroffene Baugruppen entfällt. Viele Chiptuner werben offensiv mit einer „lebenslangen Garantie“, um im Kleingedruckten zu konkretisieren, dass sich dieses Versprechen lediglich auf das zusätzlich verbaute Teil, also dem Chip oder der Box, bezieht. Solche Garantien sind wertlos!

Seriöse Anbieter offerieren daher Tuning-Garantien, die alle möglichen Folgeschäden abdecken. Der Umfang ist in den Garantiebestimmungen eindeutig definiert und, je nachdem in welchem Preissegment sich der Tuner bewegt, im Kaufpreis beinhaltet oder optional gegen Aufpreis erhältlich. Bei BRABUS sind beispielsweise immer 3 Jahre Garantie (bis max. 100.000 Kilometer) auf den gesamten Motor und Antriebsstrang inkludiert!

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Fazit: Es gibt keinen Grund, Angst vor einem Chiptuning zu haben. Spezialisten wie BRABUS und DigiTec intecno bieten technisch einwandfreie Leistungssteigerungen an, welche die mechanischen Reserven des Motors ausnutzen, jedoch zu keinem Zeitpunkt überschreiten. Entscheidend ist die Software, die zum Einsatz kommt. Hier verbirgt sich das tatsächliche Knowhow des Anbieters, hier trennt sich Spreu von Weizen. Wenn das Angebot dann noch mit einer Tuning-Garantie kombiniert werden kann und transparent kommuniziert wird, steht dem Kauf eines Chiptunings nichts mehr entgegen.

>> Ihre Checkliste für den Kauf von Chiptuning (pdf)

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